Der EB 50 war der erste serienmäßig in der DDR produzierte Beiwagen. Dieser Wagentyp wurde ab 1950 in Werdau hergestellt. Das Werk Werdau gehörte der „Vereinigung Volkseigener Betriebe Lokomotiv- und Waggonbau“ an, weshalb der Typ auch als „LOWA“-Wagen bekannt ist. Trieb- und Beiwagen wurde für die damalige DDR, UdSSR und VR Polen produziert. Nachdem die Fabrik in Werdau ab 1952 allmählich auf Kraftfahrzeugbau umstellen mußte, lief 1953 die Produktion der Fahrzeugtypen ET / EB 50 aus. Unser Fahrzeug vom Typ EB 50 ist der letzte Vertreter in Meterspur. Vom Nachfolgemodell dieser Bauart, den ab 1954 im „VEB Waggonbau Gotha“ gebauten ET 54, sind mit den Triebwagen 23 und 29 zwei weitere Fahrzeuge in Naumburg erhalten.

Restaurierung des historischen Lowa-Beiwagens Nummer 1

Unsere Ehrenamtlichen arbeiten in jeder freien Minute an der Aufarbeitung des einzigartigen Lowa-Beiwagens aus Halberstadt, den die Nahverkehrsfreunde nach der Wende erwerben konnten. Gleich danach begannen die ersten Arbeiten: von der Konservierung des Wagenkastens (1995/96), dem Sammeln von Informationen und Typzeichnungen bis zur Planung des Wiederaufbaus.

Der jetzige Zustand geht auf die intensiven Arbeiten seit 2006 zurück, als wir mit der Erneuerung des Holzdachs, der Montage neuer Regenrinnen mit Nieten und vor allem der Vorbereitung von Metallarbeiten zur Rückversetzung in ein Zweirichtungswagen die Voraussetzungen für die letzten Schritte geschaffen haben.

Doch manchmal sind wir auf externe Hilfe angewiesen: Deshalb sammeln wir Spenden, damit die restlichen Arbeiten von Fachfirmen durchgeführt werden können.

Auf dem Weg in die Zielgerade!

  1. Etappe: Wagenkasten & Metallbau – in Arbeit
  2. Etappe: Elektrik & Neuverkabelung – wird vorbereitet
  3. Etappe: Innenausstattung – wird vorbereitet
  4. Etappe: Lackierung – ausstehend

Stand zum Jahresende 2018:

In diesem Jahr begann die Instandsetzung der Hauptträgergruppen, welche dem gesamten Wagen eine Grundstabilität bieten, sowie diverse Anbauten wie Achsen und Bremsen aufnehmen.
Durch eine Maßnahme des Internationalen Bundes (IB) sowie durch Vereinsmitglieder wurde zunächst der Fußbodenbelag und anschließend der Holzfußboden demontiert.  Im Anschluss wurden die Träger von grobem Schmutz gereinigt und loser Rost entfernt. Durch die Firma WHS-Industrieservice GmbH wurden rund 60 Prozent der gesamten Träger mittels Sandstrahlverfahren gereinigt, welche anschließend von uns  konserviert wurden. Zusammen mit der Firma FMT – Schweißtechnik wurden die Träger sowie Vorrichtungen für diverse Anbauten begutachtet. Dabei wurde festgestellt, dass Trägerteile getauscht, sowie die Anbauten für die Schienenbremse erneuert werden müssen. Aufgrund der bescheidenen Werkstattausstattung für Sanierungsarbeiten im Straßenbahndepot, muss der Wagen im Laufe des Jahres 2019 in eine Fachwerkstatt transportiert werden. Nur in einer dafür vorgesehenen  Fachwerkstatt können die nötigen Reparaturen durch die Firma FMT und MSG  Ammendorf durchgeführt werden. Zur Zeit finden intensive Gespräche zur Abstimmung statt. Ziel ist es, den Wagen in der zweiten Jahreshälfte in die Trägersanierung zu übergeben. Aufgrund der hohen Kosten für Instandsetzung und Transport sind wir auf weitere finanzielle Hilfe angewiesen!

Stand Juni 2019:
Zu den Arbeitseinsätzen wurde am Wagen weiter gearbeitet. Der restliche Holzfußboden, welcher im vergangenen Jahr noch im Wagen verblieben war, wurde entfernt und die Träger vom groben Rost und Dreck befreit. In den nächsten Arbeitseinsätzen wird das restliche Bremsgestänge demontiert. Ende April wurde ein Antrag auf Zuwendung bei der Stiftung der Sparkasse Burgenlandkreis gestellt, eine Entscheidung wird Ende Juni erwartet. Weiterhin wurde im Ministerium des Landes Sachsen-Anhalt eine Anfrage auf Zuwendung gestellt, eine Rückmeldung blieb bis Redaktionsschluss noch aus. Weiterhin gingen Zuwendungen aus dem Flohmarktverkauf sowie Bücherverkauf über E-Bay auf das Vereinskonto ein. Ziel ist es mit den Einnahmen den Wagen in der zweiten Jahreshälfte zur Instandsetzung der Hauptträger bringen zu können. Wenn es positive Bescheide der oben genannten Anträge gibt sowie weitere Spenden eingehen, sollte dies finanzierbar sein.

Sie möchten helfen?

Ob Unternehmen oder Privatperson – Ihre Spende auf unser Spendenkonto bei der Sparkasse Burgenlandkreis (IBAN DE89 8005 3000 3320 0228 64, BIC NOLADE21BLK) mit dem Betreff „Lowa BW 1“ fließt direkt in die Finanzierung notwendiger Arbeiten durch Fremdfirmen, um Beiwagen 1 schnellstmöglich wieder auf Naumburger Gleise zu bringen. Alternativ können Sie auch unsere bequeme Paypal-Spende nutzen, die Sie am Beginn der Seite finden.

Interessiert an einem Sponsoring?

Zahlreiche regionale Unternehmen haben in der Vergangenheit die attraktive Möglichkeit genutzt, ihre Organisation auf oder in unseren Vereinsfahrzeugen zu präsentieren. Gerne beraten Sie hier zu den vielen Möglichkeiten einer speziell angepassten Werbung, die zu diesem besonderen Fahrzeug und Ihrem Unternehmen passt.